Weißrussische Kinder erfreuen mit Konzert in Lindenauer Kirche

Auftritt der Tschernobyl-Kinder in der Lindenauer Kirche.Foto: rkp1

Die evangelische Kirchengemeinde Kroppen/Frauendorf unterstützt die Aktion seit vielen Jahren.

Mitorganisatoren der Genesungs- und Ferienaufenthalte im Süden des Landkreises sind seit 1991 Pfarrer Fritz Kolata und seiner Ehefrau. Nach wie vor verbringen beide Rentner mit ihren Schützlingen viel Zeit. Diese Hilfsaktion ist ihnen ans Herz gewachsen. Sie bringen sich, wie viele andere ehrenamtliche Helfer, immer wieder ein, damit sich die Kinder hier wohlfühlen und erholen können.

Beim Auftritt der weißrussischen Gäste am Mittwoch in der Kirche von Lindenau konnten die Kolatas inzwischen alle Lieder in der russischen Sprache mitsingen. Mit Liedern und Tänzen aus ihrer Heimat haben die Kinder in ihren bunten Trachten die Herzen der zahlreichen Besucher erobert. Trotz Lampenfiebers hatten die achtjährigen Mädchen Weronika und Aljena sowie die 14-jährigen Jungen Dimitrij und Andrej und alle anderen Schüler einen gelungenen Auftritt, für den es viel Beifall gab.

Betreuer und Musiklehrer Pawel Aniskowetz ist stolz auf seine Gruppe. Erneut haben alle extra für den Ferienaufenthalt in Deutschland dieses Programm auf die Beine gestellt. Den gelungenen Auftakt gab es mit dem deutschen Lied: "Grün, grün, grün, sind alle meine Kleider."

Pfarrerin Angelika Scholte-Reh sagte: "Aus diesen Begegnungen entstehen Freundschaften über Ländergrenzen, die in der heutigen Zeit besonders wichtig sind."

"Bis zum 27. Juli sind die Kinder unsere Gäste", so Hubert Pfennig vom Tschernobylkinder-Hilfeverein. Er ist dankbar, wie er sagt, dass der Verein so viel Unterstützung von Helfern und Sponsoren aus der Region und darüber hinaus bekommt.

Das Grillen nach dem Konzert im Lindenauer Pfarrgarten wurde zu weiteren Gesprächen und Begegnungen ausgiebig genutzt.